Der Verlust regionaler Infrastruktur ist vor allem im ländlichen Raum spürbar

08. Januar 2026

Die nationale UNESCO-Kommission würdigt die deutsche Brotkultur wegen ihrer Qualität und Vielfalt als immaterielles Kulturerbe. Doch mittlerweile befinden sich wesentliche Teile der Wertschöpfungskette Getreide, Mehl und Backwaren in der Hand der Industrie. Und immer mehr traditionelle Handwerksbäckereien müssen schließen.

Der Verlust regionaler Infrastruktur ist vor allem im ländlichen Raum spürbar: Das Verschwinden bäuerlicher und handwerklicher Betriebe in Dörfern und kleinen Gemeinden trägt dazu bei, dass sich die Bevölkerung weiter von ihrer Ernährung entfremdet. Mit der Schließung lokaler Bäckereien fehlen Orte, an denen Menschen verschiedenen Alters und Hintergrunds zusammenkommen, sich austauschen und Beziehungen pflegen können. Es gibt also viele Gründe dafür, dass der Staat diese Betriebe entlasten und ihr Überleben in einem Wettbewerb sichern sollte, den wenige Großkonzerne immer stärker dominieren.

Quelle: Konzernatlas 2026, Heinrich Böll Stiftung